KI oder professionelles Korrektorat?
Kontext und Nuancen
Eine KI – dazu zählt auch die Korrekturfunktion in einem Textverarbeitungsprogramm (wie etwa der Word-Editor) – kann übersehen, dass grammatikalisch korrekte Sätze trotzdem missverständlich oder stilistisch unpassend sind. Ein professioneller Korrektor erkennt, ob der Text in seinem spezifischen Kontext wirklich funktioniert – etwa ob der Ton für die Zielgruppe angemessen ist oder ob fachspezifische Begriffe korrekt verwendet werden.
Kulturelle Sprachfeinheiten
Gerade bei idiomatischen Wendungen, regionalen Sprachvarianten oder kulturellen Anspielungen können das Gespür und die Erfahrung eines Menschen ausschlaggebend sein. Ein Korrektor merkt etwa, ob ein Text eher schweizerisches, österreichisches oder deutsches Standarddeutsch verwendet, und kann für Einheitlichkeit sorgen.
Konsistenz im gesamten Text
KI arbeitet häufig Satz für Satz, während ein menschlicher Korrektor über den gesamten Text hinweg auf Einheitlichkeit und Konsistenz betreffend Fachausdrücke, Formatierung und Stil achtet.
KI machen auch Fehler
KI-Systeme können falsche Korrekturen vorschlagen, besonders bei Fachterminologie oder Namen oder wenn es um stilistische Entscheidungen geht, oder sie können etwa in wissenschaftlichen Arbeiten fehlerhafte Quellenangaben übersehen. Ein erfahrener Korrektor erkennt solche Fehlvorschläge.
Rechtliche Absicherung
Bei wichtigen Dokumenten (Verträgen, Publikationen, offizieller Kommunikation) bietet die sprachliche Schlusskontrolle durch einen Menschen eine zusätzliche Sicherheit.